Vollgas in Franken - DKB Handball-Bundesliga: Nicht nur die Tabellenspitze steht auf dem Spiel
19.05.2017 20:48:40
Vor den Spielern der SG Flensburg-Handewitt steht der Abschluss der vorletzten englischen Woche in dieser Saison. Sie wird am morgigen Samstag noch einmal in der Duburghalle trainieren, dann nach Nürnberg fliegen, um dort am Sonntag um 15 Uhr beim HC Erlangen zu spielen. Mit einem Sieg würden die Nordlichter nicht nur die Spitze der DKB Handball-Bundesliga zumindest bis Mittwochabend verteidigen, sondern sich auch für das absolute Spitzenspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen in Stellung bringen. „In Erlangen werden wir gewiss nicht die Handbremse anziehen, sondern Vollgas geben“, kündigt Ljubomir Vranjes an. „Schließlich haben wir danach eine Woche Zeit bis zum nächsten Spiel.“

Der SG Trainer blickt wie immer mit Respekt auf die nächste Auswärtsaufgabe. Nach der Übungseinheit am Freitag war ihm aber auch das große Vertrauen, das er derzeit in seine Mannschaft hat, anzumerken. Der Fokus und das Tempo hatten beim 36:27-Erfolg gegen Stuttgart absolut gestimmt. Abzüge gab es für die Abwehrarbeit, und auch im Kasten ist weiterhin noch Luft nach oben. „Wir müssen unsere Torhüter unterstützen“, fordert Ljubomir Vranjes.

Was eine starke Form der Keeper ausmachen kann, hat der Coach gerade erst in seinem Videostudium wieder feststellen müssen. Mit 37:26 hatten die Rhein-Neckar Löwen vor drei Wochen beim HC Erlangen gewonnen. „Aber gefühlt war der Unterschied gewiss nicht elf Tore“, meint Ljubomir Vranjes. Stattdessen hat er einen überragenden Mikael Appelgren im Löwen-Gehäuse gesehen, während Erlangens Routinier Nikolas Katsigiannis kaum einen Ball zu fassen bekam.

Unter dem Strich ist der neunte Platz, den der Aufsteiger derzeit belegt, nicht als Überraschung zu werten. „Erlangen hat eine klare Struktur und produziert nur wenige Fehler“, skizziert Ljubomir Vranjes den Gegner. „Er hat fast auf jeder Position einen Routinier, und die jungen Spieler haben sich gut entwickelt.“ Vor zwei Jahren hatten die Franken der SG ein Unentschieden abgerungen. Die klagte damals allerdings über ein großes Verletzungspech. Das sieht diesmal ganz anders aus: 17 Mann stehen für einen Einsatz bereit.

Schiedsrichter: Nils Blümel und Jörg Loppaschewski (Berlin).

Quelle: PM SG Flensburg-Handewitt