Besonders emotionales Duell: HSG Konstanz erwartet Ex-Erstligist Pfullingen

Wollen mit den Fans der HSG Konstanz den dritten Sieg in Folge bejubeln: Tim Jud, Joschua Braun, Samuel Wendel, Tim Keupp und Simon Tölke. (Foto: Ray Kuhn) Wollen mit den Fans der HSG Konstanz den dritten Sieg in Folge bejubeln: Tim Jud, Joschua Braun, Samuel Wendel, Tim Keupp und Simon Tölke. (Foto: Ray Kuhn)

3. Liga: HSG Konstanz – VfL Pfullingen (Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle)Wenn auch vor dem vierten Spieltag die Tabelle noch eine bedingte Aussagekraft besitzt, erste Tendenzen lassen sich dennoch ableiten. Zwar mag es verfrüht sein, schon von einem Topspiel zu sprechen, wenn der Tabellensechste den Vierten empfängt, dass die HSG Konstanz am Samstag, 20 Uhr, mit dem Ex-Erstligisten VfL Pfullingen jedoch ein Spitzenteam in der Schänzle-Sporthalle erwartet, darüber sind sich eigentlich alle Experten einig. Besonders groß ist die Vorfreude auf das badisch-schwäbische Kräftemessen bei Simon Tölke, der 20 Jahre beim VfL spielte. Auch Tim Keupp streifte früher das Pfullinger Trikot über, sein gerade verletzter Bruder steht dort noch immer unter Vertrag.Dass sich sein Heimatverein in den letzten Monaten prächtig entwickelt hat, betont Torwart-Neuzugang Simon Tölke immer wieder. Unter dem neuen Trainer Frederick Griesbach entwickelte sich das Team von Woche zu Woche weiter. Nach dem 32:26-Erfolg der Konstanzer in einem Testspiel in Pfullingen ließen die Schwaben wenig später aufhorchen. In der 1. Rundes des DHB-Pokals gelang mit einem 29:28-Sieg gegen Erstligist Ludwigshafen die Überraschung, danach folgten zwei deutliche Siege und die Tabellenführung in der 3. Liga, ehe Pforzheim den Pfullinger Lauf am vergangenen Wochenende unterbrechen konnte.Nach den großen Zeiten von 2002 bis 2006, als das kleine 18 000-Einwohner-Städtchen zur ersten Bundesliga gehörte, werden nach der folgenden Insolvenz und Jahren der Konsolidierung mit guter Jugendarbeit und Etablierung in der 3. Liga die Ansprüche an der Echaz wieder größer und es wird der Sprung in die Spitzengruppe anvisiert. Zu Recht, wie HSG-Cheftrainer Daniel Eblen findet: „Pfullingen hat eine richtig gute Mannschaft, mit sehr erfahrenen Spielern aber auch einigen jungen, hochtalentierten. Das ist eine gute Mischung.“ Auch er erwartet Pfullingen in der oberen Tabellenregion. Grundstein dafür ist eine unorthodoxe, teilweise extrem offensive und aggressive Abwehr, die auf Ballgewinne, schnelle Gegenstöße und viele Spielunterbrechungen im Aufbau des Gegners ausgelegt ist. Eblen: „Pfullingen ist sehr ausgeglichen und stabil“. In Sachen Stabilität ist der HSG Konstanz zuletzt ebenfalls ein deutlicher Schritt nach vorne gelungen, als es in Baden-Baden Mitte der zweiten Halbzeit noch einmal brenzlig zu werden drohte. Ruhig und abgeklärt hatte die HSG hier schnell wieder für Ruhe gesorgt. 23 Gegentore sprechen zudem für einen Schritt nach vorne in der Deckungsarbeit, auch wenn Simon Tölke mit einer starken Leistung seinen Anteil daran hatte. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagt Eblen, „aber wir können noch aktiver und stabiler spielen. Simon war ein guter Rückhalt, doch den brauchen wir auch.“ Einen Schritt nach dem anderen lautet die Losung des A-Lizenzinhabers. „Wir wissen, dass es dabei nicht immer nur Schritte nach vorne geben wird“, ist er sich dabei bewusst. Doch die bisherige Entwicklung gibt Anlass zur berechtigten Hoffnung, dass seine Mannschaft langsam an Stabilität gewinnt und die Rädchen immer besser ineinander greifen.Sehr ungelegen in diesem Prozess kommen eine schwerere Erkältung von Paul Kaletsch und muskuläre Probleme bei Tom Wolf, die einen Einsatz am Samstag gefährden. Neben dem Tempospiel und der Einstellung auf das ungewohnte Abwehrsystem des Gegners, stand zuletzt die Abstimmung in der Kleingruppe im Fokus des 43-Jährigen. „Aber das benötigt Zeit“, erklärt er. Auf der rechten Seite muss Joschua Braun in die erst kurz vor Saisonbeginn nötig gewordene neue Rolle im rechten Rückraum hineinwachsen, dazu kommen viele junge Spieler – und zwei neue Kreisläufer. Dies müsse sich alles erst finden, meint Eblen, sagt aber zugleich: „Die Neuen haben uns gut getan. Natürlich gibt es auch im Training Leistungsschwankungen, doch die Stimmung ist sehr gut und die Jungs ziehen hervorragend mit.“Eintrittskarten können bequem online als Print@Home- sowie Handy-Ticket – auch spontan vor der Halle mit dem Smartphone – gebucht werden. Damit können lange Warteschlangen an der Abendkasse umgangen werden.Zum Online-Ticketshop: www.hsgkonstanz.de/tickets Das Spiel im kommentierten Full-HD-Livestream: www.hsgkonstanz.de/livestream Die ersten Saisonspiele der HSG Konstanz in der 3. Liga, Saison 2018/19:15. September, 20 Uhr: HSG Konstanz – VfL Pfullingen22. September, 20 Uhr: HSG Konstanz – TGS PforzheimWeitere Informationen unter:www.hsgkonstanz.deQuelle: PM HSG Konstanz


  



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