„Alles andere als einfach“: U23 der HSG Konstanz muss für positiven Jahresabschluss hohe Hürde meistern

Samuel Löffler und die blutjunge U23 der HSG Konstanz wollen nachlegen und einen positiven Jahresabschluss. (Foto: Peter Pisa) Samuel Löffler und die blutjunge U23 der HSG Konstanz wollen nachlegen und einen positiven Jahresabschluss. (Foto: Peter Pisa)

Südbadenliga:
HSG Konstanz II – TV Oberkirch
(Sonntag, 17 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

Mit einem guten Gefühl, nach einem dramatischen 32:31-Auswärtssieg in Teningen in wirklich allerletzter Sekunde, konnte die U23 der HSG Konstanz sich zuletzt zwei Wochen lang ohne Spiel auf die letzte Aufgabe im Jahr 2017 vorbereiten. Doch das vorletzte Hinrunden-Match, das letzte wird erst Anfang Januar ausgetragen, hat es in sich. Mit Ex-Oberligist TV Oberkirch kommt ein Gegner am Sonntag, 17 Uhr, in die Schänzle-Sporthalle, der Trainer Matthias Stocker allergrößten Respekt abnötigt.

Dies mag auf den ersten Blick verwunderlich sein, da Oberkirch mit erst vier Pluspunkten auf dem vorletzten Platz rangiert. Dies allerdings völlig überraschend, denn vor der Saison trauten den Renchtälern nach dem sechsten Platz am Ende der letzten Spielzeit sämtliche Experten eine gute Rolle im Kampf um die Spitzenplätze zu. Vielfach wurde dem TVO die Rolle des Geheimfavoriten zugesprochen. Zwar ist die unbefriedigende Tabellenposition auch dem Umstand geschuldet, dass die Ortenauer mit zwei ausgetragenen Partien in Rückstand sind, doch nach der unglücklichen 25:26-Heimniederlage nach Sieben-Tore-Führung zur Halbzeit gegen Kenzingen zogen die Verantwortlichen die Reißleine. Spielertrainer Stephane Robin wurde als erster Südbadenliga-Coach in dieser Saison beurlaubt, dafür übernahm nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge Co-Trainer Thomas Armbruster.

Ganz anders war die Gefühlslage beim Zweitliga-Nachwuchs, der im Breisgau mit einem Geistesblitz von Joschua Braun und Philipp Kunde in letzter Sekunde vor zwei Wochen einen überaus emotionalen Befreiungsschlag feiern konnte. Dabei waren sowohl das gefürchtete Tempospiel der Stocker-Sieben als auch eine verbesserte Abwehr- und vor allem eine sehr gute Torwartleistung von Neuzugang Lukas Herrmann zu registrieren. Und das, obwohl die Drittliga-Reserve der SG Köndringen-Teningen, wie schon zahlreiche weitere Kontrahenten zuvor, besonders motiviert und stark aufgestellt erneut ihre beste Leistung ausgerechnet gegen die Konstanzer U23 geboten hatte.

Gerade in dieser Hinsicht erwartet Stocker auch von Oberkirch nach der Trainerentlassung eine Reaktion und eine besonders gute Vorstellung. „Das wird für uns alles andere als einfach“, mahnt der B-Lizenzinhaber höchste Konzentration an. „Sie stehen sicher nicht dort, wo man sie erwartet hat und was sie sich selbst vorgenommen haben – trotzdem oder gerade deshalb wartet ein ganz schwerer Brocken auf uns.“ Doch der Sieg in Teningen, er hat seiner Mannschaft auch viel Auftrieb gegeben, verrät der 29-Jährige und sagt: „Wir müssen uns darauf konzentrieren, unsere gute Leistung wieder abzurufen.“ Steigerungsbedarf sieht er gegen den enorm gefährlichen Rückraumshooter Timo Roll – zuletzt zehnmal erfolgreich und schon in der Oberliga einer der besten Schützen in dieser Klasse – vor allem im Abwehrbereich. „Da treten wir noch nicht so auf, wie wir können“, meint der HSG-Coach.

Groß ist indes die Freude, dass Rechtsaußen Jerome Portmann nach langer und schwerer Verletzung vor seinem ersten Saisonspiel steht, während der zweite Linkshänder Alexander Lauber ebenso wie Samuel Wendel noch einige Zeit ausfallen wird.

Weitere Informationen unter:
www.hsgkonstanz.de

Quelle: PM HSG Konstanz


  
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