31:30-Sieg in Leipzig: Irrer Fäth-Treffer lässt Füchse Berlin jubeln

Mehr Krimi geht nicht: Die Füchse Berlin bleiben in der laufenden Bundesliga-Saison ungeschlagen. In einem packenden und emotionalen Spitzenspiel gewannen die Hauptstadthandballer beim SC DHfK Leipzig mit 31:30 (14:12). Steffen Fäth brachte mit einem unfassbaren Freiwurf-Treffer den Sieg in allerletzter Sekunde.

Es sind diese Momente, die den Handball so unfassbar schön machen. Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen, als die Füchse Berlin beim Stand von 30:30 noch einen Freiwurf zugesprochen bekamen. Am Kreis positionierten sich die Leipziger Spieler und streckten ihre Arme ganz weit nach oben. Steffen Fäth war das ziemlich egal. Der Nationalspieler nahm sich die rot-blaue Kugel, fasste sich ein Herz und donnerte den Ball an den Leipziger Armen vorbei ins Tor. Ein unfassbarer Treffer, der im Lager der Berliner Jubelsprünge auslöste. „So etwas erlebt man nicht alle Tage“, sagte hinterher ein sichtlich erleichterter Velimir Petkovic. „Ich habe zum ersten Mal mit meiner Mannschaft getanzt. Dafür muss ich jetzt wohl einen ausgeben.“
Nach dem irren Treffer rannten die Füchse-Spieler zu Fäth, herzten und drückten ihn. „Das war ein absoluter Sonntagsschuss von Steffen. Dass er diesen Ball reinschraubt, ist unglaublich!“, jubelte Keeper Silvio Heinevetter, der diesmal ein ganz starkes Spiel machte. „So einen Treffer sieht man nicht so oft. Steffen hat eine Rakete im Arm. Das wissen wir.“ Fäth selbst gab sich hinterher bescheiden: „Da war viel Glück dabei. Ich freue mich einfach, dass das Ding reinging.“
Es war das Topspiel, von dem im Vorfeld alle gesprochen hatten. Die 4132 Zuschauer in der gut besuchten Arena Leipzig kamen voll auf ihre Kosten. Das Gastspiel der Füchse bei der SC DHfK Leipzig hatte alles, was das Handball-Herz braucht: Tempo, spektakuläre Tore und geniale Spielzüge.
Es blieb stets spannend. Zunächst gingen die Hausherren mit 0:2 in Führung (2.). Bei den Leipzigern übernahm Philipp Weber das Ruder. Und auf Seiten der Berliner wuchs ein Mann endlich über sich hinaus: Silvio Heinevetter. Der Nationalkeeper, der mit mäßigen Leistungen in die Saison gestartet war, machte ein überragendes Spiel, zeigte alleine im ersten Durchgang acht Paraden und hatte erheblichen Anteil daran, dass seine Füchse mit einer 14:12-Führung in die Pause gingen.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hochspannend – und vor allem auch dramatisch. Leipzig, angeführt durch den bärenstarken Philipp Weber, holte Stück für Stück auf. Bis zum Schluss blieb die Partie offen. 21:21 (40.), 27:27 (52.) und 30:30 (59.) waren die Zwischenstände. Bis dann Fäth und ein verrückter Freiwurf kamen...
Die Füchse bleiben ungeschlagen und treffen am Sonntag im Heimspiel auf den TBV Lemgo (12.30 Uhr/Sky).
Petkovic, der in der hektischen Schlussphase wegen Reklamieren die Rote Karte sah: „Es war ein hitziges Spiel. Wir haben immer an uns geglaubt. Wir haben um unser Leben gekämpft. Die Tabelle sieht jetzt schön aus. Am Sonntag wollen wir ungeschlagen bleiben.“
Spielfilm: 0:2 (2.), 3:6 (10.), 6:7 (12.), 8:8 (17.), 8:10 (20.), 10:10 (22.), 12:12 (26.), 13:12 (27.), 14:12 (30.), 16:14 (33.), 18:16 (37.), 21:19 (39.), 21:21 (40.), 23:23 (44.), 27:27 (52.), 28:27 (54.), 29:28 (57.), 31:30 (60.)
Statistik: Heinevetter, Stochl – Wiede (5), Elisson (3), Vukovic, Gojun (1), Nenadic (4), Lindberg (3/2), Fäth (9), Schmidt (2), Drux (1), Struck, Plaza Jimenez, Simak, Zachrisson, Gerntke

Quelle: PM Füchse Berlin


  
Quick Menu